DIE GRÜNEN IN BRETTEN

Grüne haben nachgefragt ... - Knecht liegt falsch

(11-2013) - Bei der Info-Veranstaltung der Stadt Bretten zum Thema Asyl am 26. November behauptete Realschulrektor Martin Knecht, dass die Landesregierung die so genannten Vorbereitungsklassen, in denen Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse gefördert werden, gestrichen seien. Eine sinnvolle Förderung der Kinder von Asylbewerbern wäre so kaum möglich.

 

Bündnis90/Die Grünen haben beim zuständigen Schulamt Karlsruhe nachgefragt. Dort hieß es: Die Aussage, dass die Vorbereitungsklassen gestrichen seien, ist nicht zutreffend.   Aktuell sei an der Schiller-GHWRS die Vorbereitungsklasse mit Schwerpunkt Grundschule mit derzeit 15 Schüler/innen und an der Hebel-GHWRS die Vorbereitungsklasse mit dem Schwerpunkt Sekundarstufe I mit insgesamt 12 Schüler/innen eingerichtet. Es sei möglich, bei Bedarf weitere Vorbereitungsklassen einzurichten. Dazu müsse aber erst abgewartet werden, wie viele Kinder mit den Asylbewerber/innen nach Bretten kommen werden. 

 

Das Schulamt versicherte, dass es gemeinsam mit den Gemeinden an Lösungen arbeite, die einen adäquaten Schulbesuch der Kinder und Jugendlichen ohne Sprachkenntnisse ermöglichen. Der Ortsvorstand und die Gemeinderatsfraktion der Brettener Grünen meinen: Die Integration der Flüchtlinge und Asylsuchenden ist eine große Herausforderung. Sie sollte nicht durch Falschaussagen unnötig erschwert werden.

GRÜNE: Presseerklärung Asylbewerberunterbringung

Asylsuchende sind keine Aussätzigen!

Mit überwiegend abwehrendem Tenor wird derzeit in Bretten eine Debatte um die Unterbringung von Asylbewerbern geführt. Bündnis90 / DIE GRÜNEN in Bretten vertreten hierzu eine klare Position:

 

Als reiches Land in der EU hat die Bundesrepublik die unabweisbare Verpflichtung, Flüchtlinge und Asylsuchende aufzunehmen. Die damit einhergehenden Lasten und Aufwendungen kann Deutschland (und andere Nordländer der EU) sehr viel besser schultern als die Mittelmeerstaaten der EU, die derzeit trotz großer ökonomischer Schwierigkeiten besonders viele Flüchtlinge aufnehmen und unterbringen müssen. Die europäischen Regierungen sind im Moment nicht im Stande, eine gerechte Lastenverteilung in Flüchtlingsfragen in der EU herzustellen. Die Bundesregierung ist leider Teil dieser kollektiven Unfähigkeit. [weiter lesen]