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Neue Wohnform für Bretten wird auf Nachfrage stoßen!

(BreWo 31.07.2022) - Aus dem exzentrischen Turm am Alexanderplatz ist ein Wohnungsbauformat geworden, das zukunftsweisenden Vorbildern folgt. Die vielfältigen Wohnformen, die wir schon kennen, werden ergänzt durch das Energie-Plus-Hochhaus. Diese Gebäude, von denen es bereits einige gibt, z.B. in Straßburg, produzieren durch ihre Fassaden weit mehr erneuerbare Energie, als im Gebäude für sämtliche Zwecke benötigt wird. Damit sind diese Energie-Plus-Hochhäuser nicht nur klimaneutral, sondern sogar klimapositiv. Die bisherigen Vorzüge der Melanchthonhöhe bleiben erhalten: auf weniger als einem Hektar entsteht Wohnraum, für den wir sonst ca. sechs Hektar Fläche benötigt hätten. Kann man solche Bauformen den künftigen Bewohnern überhaupt zumuten, wird oft gefragt. Der Wohnungsmarkt ist ein freier und vielfältiger Markt – das hat manchmal seine leidvollen Seiten, aber wir müssen uns nicht den Kopf des Investors zerbrechen, ob er seine Wohnungen loswird. Mit den Baulandpolitischen Grundsätzen sorgen wir dafür, dass dort oben nicht nur hochpreisiges Wohnen entsteht.

Damit bleibt die Frage – ist dies ein geeigneter Standort für ein 60m-Hochhaus? In der Bevölkerung kursiert die Vorstellung, ein Hochhaus sei dann gut platziert, wenn es in einer tiefen Senke steht, so dass man es aus der Entfernung nicht wahrnimmt. Jeder Landschaftsplaner sagt das genaue Gegenteil: Hochhäuser müssen als Landmarken wirken können – nicht auf den höchsten Gipfeln, aber auch nicht landschaftlich versteckt. Der Thyssen-Turm in Rottweil ist dafür ein gelungenes Beispiel. Er beeinträchtigt die altehrwürdige Altstadt von Rottweil in keiner Weise. Unsere Brettener Altstadt ist 1 km vom Projekt entfernt und wird nicht tangiert. Das benachbarte Wohngebiet Brunnenstube darf allerdings nicht beeinträchtigt werden. Vielleicht wird das eine oder andere Randgebäude der Melanchthonhöhe noch um ein Geschoss reduziert.

Trotz unserer positiven Einstellung zur Melanchthonhöhe haben wir GRÜNE Anforderungen an das Projekt: Die Baufläche wird komplett versiegelt. Deshalb muss die Durchgrünung hochwertig sein. Die Freiflächen brauchen eine hinreichende Erdüberdeckung, um Bäume zu ermöglichen. Auch die Fassaden müssen, wo immer es geht, begrünt sein. Die BUGA in Heilbronn hat hierfür schöne Vorbilder geboten. Das Grün muss dauerhaft erhalten werden – mit Wasser aus Zisternen und einem stationären Bewässerungskonzept. Wir sehen derzeit, mit was für einem Gieß-Aufwand das öffentliche Grün am Leben erhalten wird. Das muss bei diesem Projekt von vorneherein anders organisiert werden.

Wir wünschen allen einen schönen Sommer trotz des Klimawandels – mit hoffentlich mehr und regelmäßigen Niederschlägen!

Es grüßen Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Ira Müller-Kschuk und Fabian Nowak

 

 

 

Zukunft Bretten! – Gemeinderat setzt den Kompass richtig!

(BreWo, 08.07.22) - Mit dem Beschluss zu Zukunft Bretten! hat der Gemeinderat eine wichtige stadtentwicklungspolitische Leitlinie gesetzt. Darüber sind wir GRÜNE sehr erfreut. Das ISEK, das Vorläuferpapier, war aus unserer Sicht unzulänglich. Zukunft Bretten! deckt jetzt alle relevanten Themen ab, die für die Entwicklung Brettens wichtig sind. Der Klimaschutz war im ISEK überhaupt nicht vertreten. Wir haben darum gekämpft, dass dieses Kapitel das ihm gebührende Gewicht bekommt, und haben eine erfreulich konstruktive Diskussion hierzu erlebt.

 

Zur Art und Weise, wie Zukunft Bretten! gemeinsam erarbeitet wurde, könnte man weitere positive Beispiele anführen. Das Werk ist fertiggestellt – mit zehn Themenschwerpunkten und den wiederum sehr einmütig priorisierten vier Kapiteln Mobilität und Infrastruktur, Klimaschutz, Gartenschau 2031 und Innenstadt.

 

Jetzt steht die schrittweise Umsetzung aller dieser Ziele und Maßnahmen an. Wir GRÜNE hoffen, dass der gleiche konstruktive Geist weiter wirken wird. Dabei ist es wichtig, Ziele, die alle mitgetragen haben, nicht an irgendwelchen Details scheitern zu lassen – wie am 31. Mai bei der Innenstadt. Jeder Fraktion werden im Gemeinderat Abwägungsentscheidungen abverlangt, bei denen das große Ziel nicht aus den Augen verloren gehen darf. Dabei dürfen hin und wieder auch mal fünfe gerade sein. Wir GRÜNE hätten Zukunft Bretten! ablehnen können, weil die Südwestumgehung und neue Gewerbeflächen drinstehen. Wir halten es innerhalb eines Gesamtkonzepts aber für besser, die Dinge, die uns nicht begeistern, im weiteren Fortgang in unserem Sinne zu beeinflussen.

 

Der Benefit für Bretten aus diesem Konzept liegt im Gewinn an Lebensqualität für alle. Die Stadt ist kein Unternehmen und ihr Handeln sollte auch nicht nach Kriterien der Gewinnerwartung beurteilt werden. Notwendig, um Zukunft Bretten! zum Erfolg zu führen, ist es allerdings, das Personal der Stadt zu vervollständigen. Ohne Personal wird unser schönes Stadtentwicklungskonzept ausgebremst.

 

Sprechen müssen wir weiter über die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Sie war bei der Erarbeitung von Zukunft Bretten eher dürftig – geschuldet Corona, geschuldet aber auch dem knapp bemessenen Budget. Wir GRÜNE schlagen deshalb vor, ein „Bürgerforum Zukunft Bretten!“ ins Leben zu rufen – und zwar auf repräsentativer Basis als Stichprobe aus dem Einwohnerregister. Größe 25 Personen. Dieses Bürgergremium sollte sich ein- bis zweimal jährlich mit Zukunft Bretten! befassen und aus dem Bürgerblickwinkel die Umsetzung begleiten. Daraus erwächst für den Gemeinderat ein besseres Feedback aus der Bürgerschaft als aus den lautstarken Äußerungen einzelner Interessensvertreter.

 

Es grüßen Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Ira Müller-Kschuk und Fabian Nowak

 

Eine geschützte Altstadt und die Gartenschau sind ein großer Gewinn

(BreWo vom 19.06.22) - Während um das Böcklehaus gestritten wurde, zeigte sich, dass das städtebauliche Instrumentarium in Bretten nicht ausreicht, das bauliche Erbe der Altstadt zu sichern. Die drei Altstadtbebauungspläne regeln nur eine Neubebauung. Sie verhinderten z.B. nicht die riesige Abrissfläche in der Lammgasse. Wir GRÜNE haben deshalb eine Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB beantragt. Wir freuen uns gleichzeitig über den Schub, den die Altstadtrettung mit ihrem Einwohnerantrag erzeugt hat.

Die Erhaltungssatzung führt ein gründliches städtebauliches Prüfverfahren zur Erhaltung eines Gebäudes ein. Heute kann der Eigentümer – sofern kein Denkmalschutz vorliegt – nach formaler Abrissgenehmigung einfach den Bagger bestellen. Diese Praxis zerstört mittelfristig unsere Altstadt. Bei bisher nur 12 ermittelten erhaltenswerten Gebäuden in der Altstadt kann es nicht bleiben. Hier muss die Stadtplanung noch eine Schippe drauflegen. Mit der geplanten Abgrenzung des Erhaltungsgebiets sind wir GRÜNE vorerst einverstanden. In einem zweiten Schritt brauchen wir aber auch eine Erhaltungssatzung für unsere frühen Stadterweiterungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Wichtig ist uns GRÜNEN eine gute Beteiligung der an der Altstadt interessierten Bevölkerung und der Grundstückseigentümer während der Erarbeitung der Satzung. Beide Gruppen müssen eingebunden werden.

Bei den Planungen zur Gartenschau 2031 hat die Verwaltung aufgezeigt, dass sie bisher alles andere als untätig war. Viele wichtige Fragen wurden vorab geklärt, z.B. Verfahrensweisen in anderen Kommunen bzw. Gartenschauen ermittelt und Angebote für die Erstellung eines Rahmenplans eingeholt. Jetzt wurde das Büro Gänßle + Hehr mit der Rahmenplanung beauftragt. Es hat auch die erfolgreiche Machbarkeitsstudie erstellt. Die weiteren Planungen müssen nun zügig voranschreiten.

Wie beim Mobilitätskonzept und bei "Zukunft: Bretten!" soll der Gemeinderat mit Workshops eingebunden werden. Unserer Fraktion ist wichtig, die Öffentlichkeit frühzeitig zu beteiligen. Wer weiß, welche kreativen Ideen aus der Brettener Bevölkerung hervorkommen? Wir GRÜNE freuen uns darauf, unsere Erfahrungen und Ideen konstruktiv miteinzubringen und so zu einer nachhaltigen Gartenschau für alle beizutragen. Wir sollten frühzeitig und durchgängig unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mitnehmen, um gemeinsam zu einem guten Ziel zu kommen.

Mit Ende der Gartenschau hört die Umgestaltung Brettens nicht auf, nein, wir müssen die Gartenschau als Initialzündung für die langfristige positive Weiterentwicklung der Stadt verstehen. So war das in Nagold, Überlingen, Eppingen, Ettlingen … – und so soll es auch in Bretten werden.

Es grüßen Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Ira Müller-Kschuk und Fabian Nowak

 

Gemeinderat des Stillstands?

(BreWo 12.05.22) - Noch vor kurzem brannten alle Fraktionen des Gemeinderats bei der Verabschiedung des Stadtentwicklungskonzepts „Zukunft Bretten!“ ein wahres Feuerwerk von Ideen ab. Doch wehe die Verwaltung fasst eines dieser Zukunftsprojekte, nämlich eine ansehnliche und zukunftsfähig gestaltete Innenstadt, tatsächlich an, dann gewinnt bei mehreren Fraktionen im Rat Bedenkenhuberei und Trübsal blasen die Oberhand. Das große Ziel, bis zur Gartenschau 2031 eine neugestaltete Innenstadt zu erreichen, geriet am letzten Dienstag bei manchem Wortbeitrag völlig außer Sicht. Zugegeben – hätte die Verwaltung sich umfassend zum unabdingbar notwendigen begleitenden Baustellenmanagement geäußert, wäre vieles anders gelaufen. Auch war der Beschlussantrag von der Verwaltung nicht zielgerichtet formuliert: Man konnte leicht auf den Gedanken kommen, es sei der finale Baubeschluss für den Umbau zu fassen.

Dabei ging es im Kern nur darum, die Planung zum verkehrsberuhigten Fahrbahnumbau in Weißhofer und Pforzheimer Straße gut zu heißen, damit die Verwaltung einen Förderantrag beim Land stellen kann. Gefördert wird im Wesentlichen die neue gepflasterte 5 - Meter-Fahrbahn und ein bisschen Drumherum – sonst nichts! Die gesamte „Dekoration“ – also Bäume, Wasser oder Sitzbänke – stand überhaupt nicht zur Debatte, sie wird gar nicht gefördert. Um diese Fragen der „Dekoration“ zu vertiefen und noch andere Lösungen dabei auszuloten, ist genügend Zeit.

Wir GRÜNE wollen mehr Wasser in Weißhofer Straße und Pforzheimer Straße. Andere (kleine) Städte wie Göppingen, Waldshut, Weinsberg, Künzelsau oder Öhringen haben viel bessere Wasserläufe o.ä. gestaltet, als es Bretten jetzt vorhat. Deshalb muss unser Vorschlag, nämlich die ungenutzten alten Quellleitungen von Häßloch- und Stecherseequelle, die im Hochbehälter 1 bei der Hebelschule enden, für das Wasser in der Weißhofer Straße zu verwenden, noch einmal gründlich untersucht werden. Beim Marktplatz sind wir der Auffassung, dass der gesamte Platz ohne eingefügte Fahrbahn wirken muss – gestalterisch aus einem Guss. Vorbild muss der Platz vor dem Speyerer Dom sein, wo die Verkehrsführung nur durch dezente Poller sichergestellt wird. Genau so muss das auf dem Brettener Marktplatz werden, der prominentesten Stelle der Stadt.

Wir GRÜNE stehen zum vorgelegten Umbaukonzept in Weißhofer und Pforzheimer Straße und hoffen sehr, dass die Verwaltung in einer raschen Fleißarbeit positive Überzeugungsarbeit bei den zaudernden Fraktionen leisten kann. Es muss vorwärts gehen in der Innenstadt! Die Angst vor der Operation darf nicht größer ausfallen als die Angst vor dem absehbaren wirtschaftlichen Niedergang in den genannten Straßen bei fortgesetztem Nichtstun.

Es grüßen Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Ira Müller-Kschuk und Fabian Nowak

Haushalt 2022: Schwierig, aber machbar

 

(25.03.2022) - Die Haushaltslage für 2022 bietet leider keinen Grund zum Jubeln, denn der Ergebnishaushalt startete mit einem Minus von 1,1 Mio. EUR. Nach Verschiebungen und Streichungen blieb aber nur, die Hebesätze für die Grundsteuer und die Gewerbesteuer moderat zu erhöhen. Wir GRÜNE stehen für eine solide kommunale Haushaltspolitik und hätten einem Haushalt ohne diese Erhöhung nicht zugestimmt. Der laufende Betrieb der Stadt muss gesichert sein. Die Investitionen tragen wir mit und erkennen manche kluge Maßnahme in der mittelfristigen Finanzplanung.

Unsere Haushaltsanträge – Planung eines Fahrrad-Parkhauses am Bahnhof, Sanierung des Derdinger-Brünnles-Wegs, Stadtbildanalyse der Brettener Altstadt mit anschließender Erhaltungssatzung und die Mobilitätsmanager*in wurden grundsätzlich angenommen. Ihre zeitliche Umsetzung werden wir genau verfolgen.

Der/die Mobilitätsmanager*in hat ein weites Arbeitsfeld vor sich. Wir gehen davon aus, dass die Verkehrssituation und damit die Lebensqualität in Bretten deutlich verbessert werden kann. Die Entwicklung des Sporgassenareals geht leider nur allmählich voran. Für den zweiten Abschnitt erwarten wir eine Planung noch vor der Sommerpause 2022. Für die Gartenschau sind 200.000 EUR im Ergebnishaushalt bereitgestellt. Bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung sind möglichst viele der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) in einen gärtnerisch relevanten Kontext zu stellen.

Klimawandel und Klimaschutz: Der Stillstand beim Klimamanagement in Bretten geht zu Ende. Bei Mobilitätskonzept, Klimaschutz Pakt, European-Energy-Award, Photovoltaik, Wärmeausbau sind sich Fraktionen und Verwaltung einig. Mehr muss getan werden bei nachhaltigen Gewerbegebieten, Entsiegelung und Durchgrünung im Stadtgebiet. Die Auswirkungen des Klimawandels und die Folgen von Nichtstun sind deutlich kostspieliger und gravierender als die Kosten des Handelns.

Der Krieg in der Ukraine schärft das Bild noch: Das menschliche Leid ist schrecklich, die Hilfe für die Menschen gottseidank großzügig und überwältigend. Die gegenwärtige politische Situation zeigt die fatale Abhängigkeit von Öl- und Gaslieferungen. Nur Sonne und Wind gehören niemand. Deshalb schützen die erneuerbaren Energien unser Klima und machen uns unabhängig – vor allem von Russland. Einen Schwerpunkt sehen wir GRÜNE bei Wärmenetzen und Energie-Quartieren, damit ein nachhaltiges und klimaneutrales Bretten entsteht.

Wir GRÜNE waren von Beginn an für die Erhaltung des Böcklehauses. Mit der Investorenlösung gelingt dies. Somit hat der Gemeinderat unserem Antrag von Juni 2020 zugestimmt. Die Sporgassenecke wird sich zu einem Glanzstück der Altstadt entwickeln.

Es grüßen Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Ira Müller-Kschuk und Fabian Nowak

 

Kritische Situation im Wald – gute Aussichten beim ÖPNV

(02.03.2022) - Beim Beschluss zum Hiebs- und Kulturplan des Brettener Stadtwaldes standen vor allem die Auswirklungen des Klimawandels im Vordergrund. Unsere Buchenwälder, die auf den Lößlehmböden des Kraichgaus lange Zeit als stabil galten, wurden in den drei Hitzejahren ab 2018 schwer geschädigt, so dass vor allem die Altbestände, die unser Waldbild seit Generationen prägen, einer ungewissen Zukunft entgegengehen. Dies waren die zentralen Feststellungen der Forstleute in der Sitzung. Ihre Aussage, dass der notwendige Umbau zu trocken- und hitzeresistenten Baumarten zu langsam voran gehen könnte, um die Waldflächen insgesamt zu erhalten, ist beunruhigend.

Der Schadholzanteil erreiche Werte um die 60 %, so dass eine planvolle Forstwirtschaft schwierig werde. Umso wichtiger ist es, dass die Verantwortlichen in Bretten, auch im Kontakt mit der Wissenschaft, alternative Pflanzungen im Blick haben, um den Wald insgesamt für die schwierigen klimatischen Bedingungen der Zukunft zu wappnen. Wir GRÜNE möchten hier ausdrücklich zu Kreativität und zum Ausprobieren ermuntern. Einstweilen werden in Bretten die einigermaßen klimafesten Baumarten Traubeneiche und Douglasie verstärkt angepflanzt. Die Buchennaturverjüngung ist nach wie vor intakt. Ob diese Bäume aber 150 Jahre alt werden, ist dagegen nicht gesichert. Möglichst stabile naturnahe Misch- und Laubwälder und eine entsprechend hohe Biodiversität insgesamt sind der beste Schutz für das Ökosystem Wald. Hier könnte die sukzessive Ausweitung von naturbelassenen Flächen einen wichtigen Beitrag leisten. Hierauf ist künftig ein verstärktes Augenmerk zu richten.

ÖPNV

Durch die Aufnahme in das Bahnhofsmodernisierungsprogramm II wurde für den barrierefreien Umbau des Brettener Bahnhofs der Durchbruch erzielt. Jetzt wissen wir, dass die Beauftragung der Planung und ihre Bezahlung durch die Stadt Bretten ein richtiger und mutiger Schritt nach vorne war. Wir haben damit unseren Brettener Kostenanteil bereits erbracht. Bis 2024 kommen wir dem attraktiven ÖPNV somit ein gutes Stück näher. Allerdings beginnt mit dem Fahrplan Dezember 2022 auch eine Durststrecke, was den Betrieb der S4 angeht. Der schnelle Regionalzug zum Karlsruher Hbf wird die Stadtbahneilzüge ersetzen. Dies ist gut für die Reisenden, die in Karlsruhe in den Fernverkehr umsteigen wollen. Andererseits bleiben den Pendlern in die Karlsruher Innenstadt nur noch zwei Stadtbahnzüge pro Stunde. Dieser Zustand wird leider in den nächsten Jahren auf der S4 anhalten, bis die weitgehende Zweigleisigkeit zwischen Bretten und Grötzingen hergestellt ist. Der Weg zum attraktiven Schienennahverkehr ist ein mühsamer – aber nicht nur bei uns. Es grüßen Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Ira Müller-Kschuk und Fabian Nowak

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