DIE GRÜNEN IN BRETTEN

Neujahrstreffen 2015 im Café Pierod

Beim diesjährigen Neujahrstreffen der Brettener Grünen sprach neben Otto Mansdörfer, der das Jahr 2014 aus regionaler Sicht beleuchtete, auch Thekla Walker, die Landesvorsitzende Bündnis90 / Die Grünen Baden-Württemberg. Sie gewährte Ein- und Ausblicke in landespolitische Themen.

Durch das Programm führte Renate Müller, die Sprecherin des Ortsvorstands. Stimmungsvoll aufgelockert wurde der Nachmittag mit der Musik von Linda und Liane Summers.

Neubau der Grünen Moschee - Standortentscheidung

Gemeinderatssitzung am 27.1.2015: Die Fraktion der Grünen tritt dafür ein, dass die Grüne Moschee einen würdigen Standort für den Neubau ihrer Moschee bekommt. Schon deshalb ist das Areal "Gleisdreieck" ungeeignet und als Standort eines Gotteshauses abzulehnen.

Die komplette Stellungnahme der Fraktion finden Sie hier.

Brettener Grüne besichtigen Karlsruher Energieberg

Am Samstag, den 09.05.2015 besuchten Mitglieder der Brettener Grünen den Energieberg im Karlsruher Rheinhafen. Auf der ehemaligen Mülldeponie sind inzwischen drei Windkraftanlagen, eine Solaranlage und ein mit Deponiegas betriebenes Blockheizkraftwerk in Betrieb. In einen sehr interessanten Vortrag berichtete Thomas Müllerschön, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Windmühlenberg GmbH, über die aktuellen Probleme beim Bau und bei der Genehmigung von Windkraftanlagen. Da in naher Zukunft zwei der Windkraftanlagen wegen Ersatzteilmangels durch eine leistungsfähigere Anlage ersetzt werden,[Erich Fey1]  muss ein neues Genehmigungsverfahren durchlaufen werden, welches sich wegen der Nähe zu Wohngebieten und der im Karlsruher Rheinhafen vorkommenden bedrohten Vogelarten als schwierig erweist. Hierbei erwähnte Müllerschön, dass seit der Inbetriebnahme der ersten Windkraftanlage im Jahre 1999 noch kein Vogel Schaden genommen hat, folgerichtig die Gefahr für Vögel durch Windkraftanlagen deutlich geringer ist, als allgemein angenommen. Zuletzt wurde noch über die Problematik der Energiespeicherung berichtet. Aktuell werden bei Überproduktion viele Kraftwerke in den Leerlauf geschaltet was große Mengen Energie praktisch verpuffen lässt. Bei der Lösung dieser Problematik könnte zukünftig das noch relativ unbekannte Verfahren „power to gas“ eine wichtige Rolle spielen: Über eine Elektrolyseanlage würde Wasser in Wasserstoff umgewandelt und entweder gespeichert oder nach der Zugabe von Kohlenstoff in künstliches Erdgas (sogenanntes synthetisches Methan) umgewandelt und dann in das Erdgasnetz eingespeist.. Hierdurch könnte die Abhängigkeit Deutschlands von den Erdgas fördernden Ländern verringern. Als weiterer Vorteil bestünde noch die Möglichkeit, den Strom der Windparks im Norden zu methanisieren, ihn dann durch bestehende Erdgaspipelines nach Süddeutschland zu leiten und dann in Blockheizkraftwerken wieder in Strom und Wärme umzuwandeln. Nach den aktuellen Entwicklungsstand wird power to gas voraussichtlich in wenigen Jahren wirtschaftlich einsetzbar sein. Würde dieses Verfahren konsequent angewendet und auch wieder vermehrt in die lokale Strompoduktion investiert, so würden einige der geplanten neuen Stromtrassen überflüssig werden.  [Erich Fey1]Es werden in der Tat 2 WKA zu einer Zusammengefasst. Weitere Infos: www.energieberg.de

Hochwasserfolgen noch längst nicht überstanden

Eine Reihe von Themen besprachen Mitglieder des Ortsverbandes und der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen bei ihrer Tour durch Gölshausen mit den Bürgerinnen und Bürgern. Treffpunkt war die Römerstraße. Nach der Begrüßung durch Stadtrat Harald Müller und Ortsvorsteher Manfred Hartmann wurden wurden einige derzeit interessierende Punkte angesteuert.

Das alles überlagernde Thema war das letzte Hochwasser, bei dem auch in Gölshausen enorme private Schäden aufgetreten sind. Anwohner schilderten, wie sich die Lortzingstraße entsprechend dem Gefälle aufgrund der begrenzten Kapazität der Verdolungen in eine Flutrinne verwandelt habe. Dadurch seien Keller und Garagen bis an die Decke gefüllt worden. Allen Beteiligten war klar, dass Gölshausen grundsätzlich mit den Verdolungen leben muss, im Detail seien, so Otto Mansdörfer, in der Lortzingstraße jedoch sicher Maßnahmen möglich. Befürchtungen hegen die Anwohner im Hinblick auf die Wasserführung am neuen Kreisel Brahmsstraße. Die ehemalige Bundesstraße habe oberhalb des Kreisels keinerlei Einläufe. Dieses Wasser käme künftig nach derzeitiger Ausbauplanung die Brahmsstraße herunter zur Lortzingstraße. Im offenen Teil der Gölshäuser Bäche verwies Ortsvorsteher Hartmann auf noch nicht behobene Hochwasserschäden an Stützmauern.

Im Industriegebiet nahm die Gruppe das Hochwasserrückhaltebecken in Augenschein, dessen Ertüchtigung bereits beschlossen ist. Für jeden sichtbar war, dass das Becken nicht mehr seine volle Kapazität hat, da es bei früheren Fluten mit Schlamm gefüllt worden war. „Hier ist zusätzlich Ausbaggern angesagt, das hat die Stadt noch nicht auf dem Schirm“, befand Stadträtin Ute Kratzmeier.   Eine weitere Station war das Gelände der ehemaligen Metallveredlung, wo ein Wohn- und Gewerbeprojekt entstehen soll. Anwohner sahen die Erschließung kritisch, da nur ein drei Meter breiter Zugangsweg vorhanden sei. In der Nachbarschaft befindet sich außerdem ein emittierender Betrieb, der Altfett verarbeitet und laut Anwohnern erhebliche Geruchsbelästigungen auslöst. Die schmale Zufahrt werde von vielen LKW genutzt. „Hier sind bei weitem nicht alle Fragen abschließend bearbeitet“ befand Fraktionssprecher Otto Mansdörfer. All dies müsse in der endgültigen Planung verträglich gelöst werden – einfach bauen gehe nicht.

Im Industriegebiet führte die Tour zunächst zur siebten Erweiterungsfläche. Die Grünen sprachen sich dafür aus, damit auch den Endpunkt des Ausbaus zu setzen. Das in den 1980er-Jahren entstandene Industriegebiet hat laut Ortsvorsteher Hartmann inzwischen eine Fläche von 150 ha, es arbeiten dort 1.800 bis 2.000 Menschen. Ein Anliegen ist den GRÜNEN eine erheblich verbesserte Ausnutzung des entstehenden Baulandes. So könnte z.B. dort ein Handwerkerhof entstehen, ähnlich dem Dienstleistungszentrum auf der Mellert-Fibron-Fläche. Außerdem begrüßten Anwohner die Begrünung von Flachdächern als weitere Hochwasser entlastende Maßnahme, die jedoch leider viel zu selten umgesetzt würde.Wichtig fanden alle Teilnehmer eine zügige Wiedernutzung der großen UNIDEK-Fläche mit ihren Hallen. Bisher habe sich aber kein Interessent gefunden und der verlangte Preis nicht marktkonform, so der Ortsvorsteher.

Ist Bretten eine fahrradfreundliche Stadt?

Dieser Frage gingen die Brettener Grünen und interessierte Bürger gemeinsam mit Herrn Braun, dem Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Baurecht, am Samstag, den 13.06.2015 nach. 

Mit Fahrrädern wurden innerstädtische Radwege mit Blick auf Schwach- und Gefahrenstellen, aber auch positive Beispiele, erkundet. Die Ergebnisse sollen unter anderem in den laufenden Prozess der Integrierten Stadtentwicklung (ISEK) einfließen. 

GRÜNE Bretten freuen sich über die Teilnahme Brettens am Fußverkehrscheck des Landes

(15-07-29) - Erfreut reagieren die Brettener GRÜNEN auf die Auswahl Brettens als eine der Kommunen, die am Fußverkehrscheck des Landes teilnehmen werden. Bretten gehört damit zu den zehn Gemeinden, die aus 40 Bewerbungen asugewählt wurden.

Hintergrund:

Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg wird in diesem Jahr zehn Modellkommunen bei der Durchführung von so genannten Fußverkehrschecks unterstützen. Hierbei wird in Workshops und Begehungen die Situation des Fußverkehrs untersucht und bewertet. Am Ende dieser Maßnahme sollen ein Status Quo Bericht zum Fußverkehr, eine Stärken/Schwächen Analyse,  ein Maßnahmenplan mit Prioritäten - und Kostenplanung und Anregungen und Hinweise zur weiteren Fußverkehrsförderung erstellt werden.

„Der Fußverkehrscheck wird sich sinnvoll in den Prozess des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts einfügen und wertvolle Erkenntnisse liefern“ ist sich Ortsverbandsvorsitzende Renate Müller sicher. „Wir sehen in dieser Maßnahme eine deutliche Chance, den Fußverkehr in Bretten attraktiver und sicherer zu gestalten.“ Investitionen in den Fußverkehr erforderten keine Riesenbeträge und kämen jedem zugute und – da Fußgänger kurze Wege bevorzugten – würde auch der Handel in den Ortszentren gestärkt, ergänzt Fraktionssprecher Otto Mansdörfer.

Weitere Informationen hier

Zementwerk: Keine Lockerung der erteilten Genehmigung

Brettener Bündnis für Menschlichkeit gegründet

(16-11-2015) - "Gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus" - unter diesem Motto haben sich im November Menschen aus verschiedenen Brettener Organisationen getroffen.

Ursprünglicher Anlass war eine angekündigte Versammlung der "Initiative Steh auf für Deutschland", gegen die ein Zeichen der Menschlichkeit und gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit gesetzt werden soll. Unter den Initiatoren des Bündnisses sind Renate Müller, Erich Fey, Marion Günderth, Thomas Bitters und Thomas Holland-Cunz von den Brettener Grünen. Auch die Fraktionsmitglieder der Grünen unterstützen die Initiative.

Pressemitteilung vom 21.11.2015:

Brettener Bündnis für Menschlichkeit hat sich gegründet.

In Bretten haben sich Menschen aus verschiedenen Parteien und Organisationen zusammengefunden, um ein breites Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus zu gründen.   Die erste Zusammenkunft entstand vor dem Hintergrund, dass Rechtsradikale in Bretten eine Kundgebung angemeldet hatten. „Diese wurde zwar abgesagt,“ so Volker Behrens. „Aber wir wollen nicht warten, bis die Rechten wieder aufmarschieren, sondern eigene Ideen umsetzen. Also agieren, statt reagieren.“ 

Das Brettener Bündnis ist ein Zusammenschluss von Menschen aus allen Bevölkerungsschichten der Stadt Bretten und den umliegenden Gemeinden. Hier finden sich Menschen wieder mit den verschiedensten politischen, religiösen und gesellschaftlichen Ansichten. „Bei uns hat jeder Platz, der sich für Menschlichkeit, aber gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus einsetzt.“   Das Bündnis hat sich formell am letzten Montag gegründet und trat am Donnerstag auf dem Friedensmarsch als Abschluss der Brettener Friedenswochen zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Die Mitglieder sammelten Unterschriften für ihre gemeinsame Resolution. Das Interesse am Informationsstand und den Unterschriftenlisten, auf die OB Wolff bei seiner Begrüßungsrede für die Teilnehmer des Friedensmarsches hinwies, war enorm. Alleine an diesem Abend wurden über 100 Unterschriften gesammelt.  

„Das ist ein großartiger Erfolg. Soviel Zuspruch stärkt uns in unserem Vorhaben gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit einzustehen“ sagte Thomas Holland-Cunz vom Bündnis.  

Das Brettener Bündnis steht für soziales Engagement, Zivilcourage und Solidarität und tritt für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben in Bretten ein. Einen anständigen und menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen fordern die Gründungsmitglieder ebenso, wie sie rassistisches Gedankengut oder gewalttätiges Verhalten ablehnen. Im Zusammenhang mit den nach Europa kommenden Flüchtlingen ist es dem Bündnis wichtig, die Fluchtursachen zu thematisieren und mit auf deren Beseitigung hinzuwirken.  

„Wir sind ein breites Bündnis in Bretten und laden alle Bürger ein, die Ziele des Bündnisses zu unterstützen.“ sagte Brigitte Schick.  

Die Erklärung kann angefordert werden bei dem ‚Brettener Bündnis für Menschlichkeit – Gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus‘ unter der Email-Adresse Brettener-Buendnis@web.de.