Eine Grundhaltung zu haben, ist nichts Schlechtes

Brettener GRÜNE im Gemeinderat nehmen Stellung zu den „FWV-Prinzipien“ der Listenerstellung.

Die Nominierungen der Parteien und Wählervereinigungen für die Kommunalwahl sind abgeschlossen und alle freuen sich auf einen guten und fairen Wahlkampf. Bei einer Kommunalwahl stehen die lokalen Problemstellungen und natürürlich auch die Personen, die auf den Listen stehen, im Vordergrund. Dennoch ist es – entgegen des Eindrucks, den die FWV verbreitet – nicht ehrenrührig, als Kandidat*in einer Partei für eine bestimmte Grundhaltung zu stehen. Im Gegenteil: Die Wähler/innen wissen eher, wie die Menschen auf den Listen einzuordnen sind. Das kann ein Vorteil sein, aber auch Nachteil, weil ihnen die Landes- und Bundespolitik einer Partei zugeordnet wird. Wir GRÜNE nehmen das gerne in Kauf, denn wir halten es für wichtig, in dieser vom überbordenden Individualismus geprägten Gesell-schaft eine klare Haltung einzunehmen und sich auch dazu zu bekennen. Eine vom politischen Gesamtrahmen losgelöste Kommunalpolitik kann es aus unserer Sicht gar nicht ge-ben. Hier redet die FWV der Beliebigkeit das Wort.

Besonders abwegig ist die Unterstellung, überzeugte Mitglieder einer Partei agierten nur nach ihren Parteiprogrammen, denn dahinter steckt der unausgesprochene Vorwurf, sie seien reine Befehlsempfänger aus Stuttgart oder Berlin. Das ist Unfug – das weiß auch die FWV. Was hier vor Ort GRÜNE Programmatik ist, haben seit 1984 die Brettener GRÜNEN selbst bestimmt. Für die Listenaufstellung gibt es im Rahmen des Kommunalwahlgesetzes verschiedene Möglichkeiten. Die FWV hat sich für eine Art „Urwahl“ unter den Mitgliedern entschieden. Wir GRÜNE haben einzeln oder in Blöcken über die Plätze abgestimmt. Das hat den Vorteil, dass sich Bewerber*innen genau auf die Plätze bewerben können, wo sie hinwollen und kein Glücksspiel eingehen müssen, zu weit hinten oder zu weit vorne zu landen. Ergebnis: Jede(r) ging zufrieden nach Hause. Und: Unser "Reißverschlussverfahren" (Quotierung der Liste nach Frauen- und Männerplätzen) greift genau Artikel 3 (2) des Grundgesetzes auf: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt…“ In der Politik sind Frauen noch lange nicht gleichberechtigt beteiligt. Beim Blick auf ihren Frauenanteil müsste die FWV eigentlich ins Grübeln kommen. Bei den GRÜNEN haben Frauen keinerlei Scheu, sich einzubringen – Frauen stellen 65 % der Kandidat*innen. Vorgefertigte Listen gab und gibt es bei den GRÜNEN zu keiner Zeit.

Also liebe FWV – kommt runter vom Baum und überdreht die Schraube nicht – wir GRÜNE schätzen Euch und arbeiten gern mit Euch zusammen.

Wie Europa das Klima retten kann

Der Grüne Kandidat für die Europawahl, Michael Bloß aus Stuttgart, sprach bei den Brettener GRÜNEN über die Herausforderungen des Klimawandels.

(Bretten, 25. März) Gerade einmal 11 Jahre bleiben nach aktuellen Klimastudien, um den menschengemachten Klimawandel mit all seinen verheerenden Folgen zu bremsen. Jedoch sei die Politik weit davon entfernt, gemeinsam entschlossen die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Auf europäischer Ebene seien es laut Bloss vor allem die autoritären Staaten, die jede Klimapolitik ablehnen. Jedoch habe auch Deutschland seine bisherige Vorreiterrolle längst verloren. Hier helfe nur der Druck der Bürger/innen, wie zum Beispiel die Demonstrationen der Schüler/innen „Friday for future“. 

 

Auch der unerwartet große Erfolg bei der Nutzung der erneuerbaren Energien mache Mut, dass die Klimawende noch zu schaffen ist. Hinzu kommen müsse aber eine grundlegende Wende in der Verkehrs- und Agrarpolitik. Bloss forderte, öffentliche Gelder auch für öffentliche Güter ausgeben. Im Klartext: Wer Subventionen erhalten will, muss dafür gesellschaftlichen Nutzen erzeugen, durch ökologische Anbaumethoden, durch artgerechte Tierhaltung, durch CO2-armes Wirtschaften.

 

In der anschließenden Diskussion wurden die Schwierigkeiten angesprochen, die eine kommunale Klimapolitik mit sich bringt: Die Bodenversiegelung durch immer neue Bau- und Gewerbegebiete schreite ungebremst fort, der Verkehr nehme stetig zu, eine kommunale Klimaschutzpolitik beginnt nur sehr zögerlich. Dennoch geht Michael Bloss optimistisch in die Zukunft: „Wenn wir jetzt in Europa gemeinsam agieren, können wir das beschlossene Ziel, die Erderwärmung auf maximal 2° C zu beschränken, erreichen und unsere Erde vor einer Heißzeit bewahren.“ 

 


Jung. Erfahren. Mit guten Ideen für Bretten.

Kandidat*innen für die Gemeinderatswahl nominiert

[15.02.2019]  Frischer Wind gepaart mit viel Erfahrung – das ist das Wahlergebnis der Nominierungsversammlung für die Kandidat*innenliste der Brettener Grünen zur Wahl des Gemeinderats im Mai 2019. Auf die ersten sieben Plätzen wurden vier Kandidat*innen der kommenden Generation gewählt. Die Plätze 1 bis 7: Ute Kratzmeier, Fabian Nowak, Ira Müller, Otto Mansdörfer, Susanne Lindacker, Florian Grail und Alicia Miebach. Unter den insgesamt 26 Gewählten sind 17 Frauen. 

 

„Die Grünen thematisieren den Klimaschutz und zeigen in vielen Bereichen, wie es besser geht“. Das ist einer der Gründe für Ira Müller (23), aktiv in der Kommunalpolitik mitzuwirken. Für Fabian Nowak (37) steht der Radverkehr im Vordergrund: „In Bretten ist das Radwegenetz lückenhaft, bei der Sicherheit für uns Radfahrer gibt es große Defizite“.  Ute Kratzmeier und vor allem Otto Mansdörfer bringen ihre kommunalpolitische Erfahrung ein und sind schwerpunktmäßig bei den Themen Biodiversität, Mobilität, Bildung und (soziale) Stadtentwicklung zuhause.

 

„Ein erster Schritt zur Erhaltung biologischer Vielfalt ist mit der Förderung von Blühstreifen getan. Allerdings müssen wir gerade bei Tier- und Artenschutz in Zukunft noch mehr tun“, sagt Ute Kratzmeier. Otto Mansdörfer ergänzt: „Ich bin mit der Entscheidung des Gemeinderats, ein umfassendes Mobilitätskonzept für Bretten zu entwickeln, sehr zufrieden. Das ist der erste Schritt für eine Verkehrswende auch in Bretten – ein dickes Brett, das ordentlich Einsatz erfordert.“  

 

Klimawandel und ein ausbaufähiger ÖPNV brachten dem Ortsverband Bretten im letzten Jahr Zustimmung gerade von jungen Menschen. „Ich bin sehr froh, dass die kommende Generation aktiv in der Kommunalpolitik mitwirkt, wir haben ein sehr kompetentes Team.“ sagt der Sprecher des OV Bretten, Thomas Holland-Cunz. „Mit der Mischung aus neuen Ideen und politischer Erfahrung werden wir viele positive Akzente für Bretten setzen.“­­  

1 Dr. Ute Kratzmeier  
2 Dr. Fabian Nowak  
3 Ira Zsarina Müller  
4 Otto Mansdörfer  
5 Susanne Lindacker  
6 Florian Grail  
7 Alicia Miebach  
8 Michael Reuß  
9 Birgit Eisenhuth-Meister  
10 Thomas Holland-Cunz  
11 Renate Müller  
12 Holger Horn  
13 Elke Schäfer  
14 Oliver Michel  
15 Marion Günderth  
16 Angelika Kamuf  
17 Sabine Kratzmeier  
18 Josef Schmitteckert  
19 Josephin Berger  
20 Katja Liebig  
21 Ulrike Jäger  
22 Werner Frisch  
23 Nora Reuß  
24 Claudia Böckle  
25 Isabel Wohlsecker  
26 Birgit Hiller-Gebhardt  
E Volkmar Gebhardt  
E Harald Müller  
     

Kreistagskandidat*innen nominiert

(Feb. 2019) Bei der Nominierung aller GRÜNEN Kreistagswahllisten für das Kreisgebiet Karlsruhe-Land wurden für den Wahlkreis III "Bretten-Gondelsheim" folgende Kandidat*innen nominiert:

Kandidat*innen für den Kreistag

Platz 1: Dr. Ute Kratzmeier

Platz 2: Otto Mansdörfer

Platz 3: Marion Günderth

Platz 4: Dr. Muhammed Yilmaz

Platz 5: Renate Müller

Platz 6: Thomas Holland-Cunz